Customizing | Næstved Museum

Customizing

"Jeder Kunde kann ein Auto in genau der Farbe bekommen, die er will, solange es schwarz ist." (Henry Ford, 1909)

Das Zeitalter der Industrialisierung ist von Massenproduktion und Standardisierung unserer Konsumgüter geprägt. Eine Ware kann in einer unendlichen Zahl hergestellt werden, und als Verbrauchen ist man nur einer von vielen, die genau dieselbe Vase, Bluse oder Handy haben.

Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass 'Customizing', die individuelle Anpassung, ein vorherrschender Trend in den heutigen alltäglichen Produkten ist. Wir wollen mit-Designer sein und selbst die Farben und Details an unseren neuen Nike-Laufschuhen, den Felgen am Auto, der Kreditkarte oder für das Handycover wählen. Die Verpackung hebt uns von den anderen ab und zeigt, dass wir ganz individuell sind.

Yamaha XJR1300. Wrenchmonkees. 2012. Metall, Leder u. a. m.

'Customizing' wird auf eine neue Ebene gebracht, wenn das Duo Per Nielsen und Nicolas Bech ihre spezialgebauten Motorräder per Hand fertigen. Wrenchmonkees haben ihre Werkstatt auf der Insel Amager bei Kopenhagen, und hier kommt man um die Leidenschaft für Motorräder nicht herum. Wrenchmonkees arbeiten typisch mit älteren Motorradmodellen und modifizieren und 'customizieren', also passen sie persönlich an, zu neuen, unikalen Ausgaben. In der gegenwärtigen Zusammenarbeit mit Yamaha mit der spezialgefertigten Ausgabe des Modells XJR1300, auch Monkeefist genannt, haben sie jedoch nach einem neueren Motorraddesign gearbeitet. Wrenchmonkees haben darüberhinaus auch einzelne Teile selbst entworfen, womit der Motorradeigentümer selbst seine Yamaha "pimpen" kann.

P51-Kollektion. REC Watches. 2016. Zifferblatt aus Ford Mustangs aus den 1960ern, Lederriemen.

Das Unternehmerduo Jonathan Kamstrup und Christian Mygh aus der Stadt Vordingborg entwerfen Uhren und haben zusammen die Uhrenkollektion P51 geschaffen. Die Kollektion hebt sich jedoch von den andren auf dem Markt ab, denn außer die Zeit zu zeigen, erzählen die Uhren auch eine Geschichte.

Die Uhren von REC Watches werden aus Teilen von alten Autos gefertigt - gerne Autos der Sonderklasse. Die P51-Kollektion ist so aus alten Ford Mustangs aus den 1960ern gemacht. Die Kratzer und der Rost auf dem Zifferblatt zeugen von alten Zeiten und können jeden Autoenthusiasten begeistern. Wenn man eine Uhr von REC Watches kauft, bekommt man auch eine Story Card, der man die ganze Geschichte der Uhr und des Autos entnehmen kann. Das Projekt, das zur Zeit großen Erfolg genießt, begann gut, als das Duo 2015 im Fernsehprogramm 'Løvens Hule' (Die Höhle des Löwen) teilnahm. Hier wollten vier der fünf Investoren das Projekt unterstützen, und das wurde der Kickstarter für ihre erfolgreiche Firmengründung[10].